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Wasserkefir-Kristalle werden kleiner: Ursachen, Rettung und richtige Pflege

Zwei Gläser zeigen frisch angesetzten und fertigen Wasserkefir mit feinen Bläschen auf hellem Holz.

Wenn Wasserkefir-Kristalle kleiner werden, liegt häufig eine wiederholte Überfermentation vor: zu viele Kristalle im Verhältnis zur Flüssigkeit, zu lange Standzeit, hohe Temperatur oder zu viele nährstoffreiche Zusätze. Stellen Sie den Ansatz für mehrere Durchgänge auf eine einfache Routine um: chlorarmes Wasser, Zucker, eine kleine Menge ungeschwefelte Trockenfrucht, etwas Mineralstoffzufuhr und eine kontrollierte Fermentation.

Eine sichtbare Erholung braucht meist Geduld. Rechnen Sie eher mit mehreren Ansätzen über zwei bis drei Wochen als mit einer Veränderung über Nacht. Entscheidend ist nicht, ob einzelne Körner klein sind, sondern ob sie weiterhin fermentieren, frisch riechen und langfristig nicht weniger werden.

Warum werden Wasserkefir-Kristalle kleiner?

Wasserkefir-Kristalle werden meist kleiner, wenn der Ansatz regelmäßig zu stark fermentiert. Dann wird die Flüssigkeit sehr sauer, der verfügbare Zucker ist weitgehend verbraucht und die Körner stehen zu lange in einem erschöpften Milieu. Auf Dauer verlieren sie Struktur, wachsen schlechter oder zerfallen beim Abseihen.

Wasserkefir-Kristalle sind keine mineralischen Kristalle und auch kein einzelner Pilz. Sie bestehen aus einem lebenden, gallertartigen Gerüst, in dem Bakterien und Hefen zusammenarbeiten. Die Literatur beschreibt Wasserkefir als dynamisches Fermentationsökosystem, dessen Gleichgewicht durch Wasser, Zucker, Temperatur und Zutaten beeinflusst wird.

Problematisch ist vor allem der Trend. Ein einzelner kleiner Ansatz ist kein Grund zur Sorge. Wenn die Körner aber über mehrere Durchgänge feiner werden, weniger im Sieb zurückbleibt oder der Wasserkefir immer schneller sehr sauer schmeckt, sollte die Routine korrigiert werden.

Sind kleine Wasserkefir-Körner immer ein Problem?

Nein. Kleine Wasserkefir-Körner sind nicht automatisch krank. Viele gesunde Kulturen bestehen aus unterschiedlich großen Stücken: mal aus größeren, gallertartigen Körnern, mal aus vielen kleinen, hellen Kristallen. Entscheidend ist, ob die Kultur zuverlässig arbeitet.

Ein aktiver Ansatz wird innerhalb von ein bis zwei Tagen weniger süß, leicht säuerlich und riecht frisch fermentiert. Sichtbare Bläschen sind ein gutes Zeichen, aber nicht zwingend notwendig, weil Kohlensäure in einem atmungsaktiv abgedeckten Gefäß entweichen kann.

Achten Sie auf drei Punkte gleichzeitig:

  • Der Geschmack verändert sich von süß zu mild-säuerlich.
  • Der Geruch bleibt frisch, nicht muffig oder chemisch.
  • Die Menge der Körner nimmt über mehrere Ansätze nicht deutlich ab.

Kleine, aber aktive Körner sind unkritisch. Kleine Körner, die Woche für Woche weniger werden oder sandig zerfallen, zeigen dagegen Stress.

Welche Ursachen lassen Wasserkefir-Kristalle schrumpfen oder zerfallen?

Die häufigsten Ursachen sind Überfermentation, Hitze, zu lange Standzeit, zu viele Kristalle im selben Ansatz, zu viele Trockenfrüchte oder ein ungünstiges Wasser-Zucker-Mineral-Verhältnis. Oft kommen mehrere Faktoren zusammen.

UrsacheTypisches ZeichenWas Sie ändern sollten
Zu viele Kristalle im Ansatz Der Wasserkefir wird sehr schnell sauer Einen Teil entnehmen und mit moderater Kulturmenge weiterarbeiten
Zu lange Fermentation Sehr saurer, herber Geschmack Wieder auf eine kürzere, kontrollierte Fermentation zurückgehen
Zu hohe Temperatur Im Sommer kippt der Geschmack schnell ins Sehrsaure Kühleren Platz wählen oder früher neu ansetzen
Zu viele Trockenfrüchte Sehr kräftige Fermentation, schnelle Säurebildung Nur eine kleine Menge ungeschwefelte Trockenfrucht verwenden
Zu wenig Mineralien Träge Fermentation, wenig Wachstum Nicht demineralisiertes Wasser und eine kleine Prise Meersalz verwenden
Süßstoff statt Zucker Kaum echte Fermentation Zucker verwenden; Stevia und kalorienfreie Süßstoffe ernähren die Kultur nicht
Chlorreiches Wasser Schwache, langsame Aktivität Wasser offen stehen lassen oder geeignetes Flaschenwasser verwenden
Kontamination Muffiger, fauliger oder chemischer Geruch Ansatz nicht trinken; bei deutlichem Verdacht Kultur entsorgen

Ein häufiger Fehler ist gut gemeint: Man lässt immer mehr Kristalle im Glas, weil die Kultur zunächst wächst. Ab einem bestimmten Punkt fermentiert der Ansatz dadurch zu schnell. Der Zucker ist früh verbraucht, die Säure steigt und die Körner stehen zu lange unter ungünstigen Bedingungen. Mehr Kristalle bedeuten also nicht automatisch besseren Wasserkefir.

Wie rettet man schrumpfende Wasserkefir-Kristalle?

Stellen Sie die Kultur für mehrere Ansätze auf eine milde Standardroutine um. Arbeiten Sie mit chlorarmem Wasser, Zucker, einer kleinen Menge ungeschwefelter Trockenfrucht, einer Prise Meersalz, moderater Temperatur und rechtzeitigem Neuansetzen. Verzichten Sie vorübergehend auf Experimente.

ZeitraumVorgehenZiel
Ansatz 1–2 Sehr sauren alten Ansatz verwerfen und frisch ansetzen Stressmilieu beenden
Woche 1 Regelmäßig neu ansetzen, nicht überziehen lassen Säurebelastung senken
Woche 2 Temperatur stabil halten, keine Säfte oder viele Früchte im Mutteransatz Gleichmäßige Aktivität aufbauen
Woche 3 Menge, Festigkeit und Geschmack beobachten Erholung beurteilen
Danach Nur bei stabiler Aktivität wieder variieren Rückfall vermeiden

Spülen Sie die Kristalle nicht mit heißem Wasser ab. Hitze kann die lebende Kultur schädigen. Wenn Rückstände entfernt werden sollen, dann höchstens kurz und schonend mit kaltem, chlorarmem Wasser. Wichtiger als Spülen ist, die nächste Fermentation nicht wieder zu lang oder zu warm laufen zu lassen.

Wenn Wasserkefir-Kristalle bereits deutlich zurückgehen, braucht die Kultur Zeit. Eine Erholung nach einem einzigen Ansatz ist möglich, aber nicht verlässlich. Zwei bis drei Wochen konsequente Pflege sind realistischer.

Welches Wasserkefir-Rezept eignet sich für geschwächte Kristalle?

Für geschwächte Kristalle eignet sich ein schlichtes Wasserkefir-Rezept ohne Experimente. Der Mutteransatz sollte nur das enthalten, was die Kultur für eine ruhige Fermentation braucht: Wasser, Zucker, Mineralien und eine kleine Menge ungeschwefelte Trockenfrucht.

BestandteilEmpfehlung für einen stabilen Ansatz
Wasser Chlorarm und nicht demineralisiert; stark gechlortes Leitungswasser vorher offen stehen lassen
Zucker Etwa 40 g Zucker pro Liter Wasser
Trockenfrucht Eine kleine ungeschwefelte Trockenfrucht, zum Beispiel eine Dattel
Mineralien Eine kleine Prise Meersalz, kein raffiniertes Salz
Optional Eine Scheibe Zitrone oder etwas frischer Ingwer
Temperatur Ruhiger Bereich um 20–25 °C
Dauer Meist etwa zwei Tage; bei Wärme früher prüfen
Gefäß Nichtmetallisches Gefäß, mit Tuch oder Küchenpapier abgedeckt

Achten Sie besonders auf Trockenfrüchte ohne Sulfite. Geschwefelte Früchte können die Kultur belasten. Zu viele Trockenfrüchte beschleunigen die Fermentation und können genau das Problem verstärken, das Sie lösen möchten.

Nach der Fermentation werden Früchte entfernt und die Kristalle mit einem feinen, möglichst nichtmetallischen Sieb abgeseiht. Die fertige Flüssigkeit kann getrunken oder für eine Zweitfermentation genutzt werden. Die Kristalle kommen direkt wieder in frisches Zuckerwasser.

Wie erkennt man, ob Wasserkefir-Kristalle noch aktiv sind?

Aktive Wasserkefir-Kristalle erkennt man vor allem am Geschmack der Flüssigkeit. Sie wird weniger süß, leicht säuerlich und riecht frisch fermentiert. Bläschen sind hilfreich, aber nicht zwingend, weil Kohlensäure in der Erstfermentation entweichen kann.

Viele beurteilen Wasserkefir nur nach sichtbarer Kohlensäure. Das führt leicht in die Irre. Ein Ansatz kann aktiv fermentieren, obwohl er kaum sprudelt. Umgekehrt kann viel Gas durch warme Temperaturen oder viele Zusätze entstehen, ohne dass die Kultur langfristig stabil geführt wird.

Ein guter Test ist die Wiederholbarkeit. Gleiche Zutaten, ähnliche Temperatur und gleiche Dauer sollten zu einem ähnlichen Ergebnis führen. Schmeckt der Ansatz nach zwei Tagen noch fast wie Zuckerwasser, ist die Kultur zu schwach, zu kalt geführt oder im Verhältnis zur Flüssigkeit zu klein. Schmeckt er sehr sauer, war die Fermentation zu lang, zu warm oder zu stark besetzt.

Was tun, wenn Wasserkefir-Kristalle zerfallen?

Wenn Wasserkefir-Kristalle zerfallen, behandeln Sie die Kultur wie geschwächte Körner: milde Fermentation, keine langen Standzeiten, keine Überladung mit Früchten und keine ungeeigneten Zutaten. Entscheidend ist, die Struktur nicht weiter durch Überfermentation zu belasten.

Ein gewisses Zerbrechen beim Abseihen ist normal. Kritisch wird es, wenn die Körner immer feiner werden, fast sandig wirken oder nach jedem Ansatz weniger im Sieb zurückbleibt. Dann ist die Kultur geschwächt.

Arbeiten Sie besonders schonend:

  • Feines, nichtmetallisches Sieb verwenden.
  • Nicht stark drücken oder quetschen.
  • Kristalle direkt wieder frisch ansetzen.
  • Keine Sirupe, Säfte oder viele Früchte in den Mutteransatz geben.
  • Fermentation früher beenden, sobald der Geschmack mild-säuerlich ist.

Aromatische Zutaten gehören besser in die Zweitfermentation ohne Kristalle. So bleibt die Stammkultur sauberer und leichter kontrollierbar.

Wie kann man Wasserkefir-Kristalle vermehren, ohne sie zu überfordern?

Frisch abgesiebte, glasige Wasserkefir-Körnchen liegen in einer kleinen Schale neben einem hellen Sieb.

Wasserkefir-Kristalle vermehren sich am besten bei stabiler Pflege, nicht durch extreme Fütterung. Wachstum entsteht aus Balance: genug Zucker, passende Mineralien, moderate Temperatur, saubere Zutaten und rechtzeitiges Neuansetzen.

Wer Wasserkefir-Kristalle vermehren möchte, sollte zuerst auf den fertigen Wasserkefir achten. Ein ausgewogener Ansatz schmeckt leicht säuerlich, nicht sirupartig süß und nicht essigartig. Wenn die Kultur gesund arbeitet, kann die Menge der Körner mit der Zeit zunehmen. Dieses Wachstum ist nicht in jedem Haushalt gleich schnell.

Vermeiden Sie drei typische Wachstumsfallen:

  • Sehr warm stellen, um schnelleres Wachstum zu erzwingen.
  • Immer mehr Kristalle im gleichen Ansatz belassen.
  • Viele Trockenfrüchte oder süße Zusätze in den Mutteransatz geben.

Alle drei Maßnahmen können kurzfristig starke Aktivität zeigen, führen aber leicht zu Überfermentation. Bei Wasserkefir ist ein ruhiger, wiederholbarer Prozess wichtiger als möglichst schnelles Wachstum.

Kann man Wasserkefir-Kristalle selber machen?

Wasserkefir-Kristalle lassen sich nicht zuverlässig aus Wasser, Zucker und Früchten neu herstellen. Man braucht eine bestehende lebende Kultur, die sich bei richtiger Pflege vermehrt. Spontan vergorene Getränke sind nicht dasselbe wie stabile, wiederverwendbare Wasserkefir-Kristalle.

Die Körner sind ein gewachsenes mikrobielles Gerüst. Sie entstehen nicht einfach dadurch, dass Zuckerwasser stehen gelassen wird. Anleitungen für Wasserkefir-Kristalle selber machen führen meist zu einer wilden Fermentation, aber nicht zu einer dauerhaft nutzbaren Kultur.

Für regelmäßigen Wasserkefir ist eine aktive Ausgangskultur sinnvoller. Diese kann von einer erfahrenen Person stammen oder als frische Wasserkefir-Kristalle gekauft werden. Danach besteht die eigentliche Arbeit nicht im Neubilden, sondern im Aktivieren, Pflegen und Vermehren der Kultur.

Wie aktiviert man neue oder gelagerte Wasserkefir-Kristalle?

Neue oder gelagerte Wasserkefir-Kristalle aktiviert man mit mehreren ruhigen Ansätzen hintereinander. Die ersten Durchgänge dienen dazu, die Kultur nach Transport, Kühlung oder Pause wieder in einen stabilen Rhythmus zu bringen.

Bei einer frischen, einsatzbereiten Kultur kann der erste Ansatz bereits gut funktionieren. Manchmal braucht der Wasserkefir aber zwei oder drei Durchgänge, bis Geschmack und Aktivität gleichmäßig werden. Das ist besonders nach einer Pause normal.

Setzen Sie in dieser Phase schlicht an: Wasser, Zucker, eine kleine Menge ungeschwefelte Trockenfrucht, eine Prise Meersalz und keine starken Zusätze. Nach dem Trocknen dauert die Reaktivierung länger. Getrocknete Kristalle brauchen mehrere frische Wechsel, bis sie wieder sichtbar und geschmacklich zuverlässig arbeiten.

Wie lagert man Wasserkefir-Kristalle richtig?

Für kurze Pausen lagert man Wasserkefir-Kristalle im Kühlschrank in Zuckerwasser. Für längere Pausen ist Trocknen sinnvoller als Einfrieren, weil eingefrorene Wasserkefir-Kristalle sich oft unzuverlässig erholen.

PauseMethodeHinweise
Einige Tage bis etwa zwei Wochen Kühlschrank in Zuckerwasser Danach mit frischem Ansatz reaktivieren
Zwei bis drei Wochen Kühlschrank, ähnliche Basis wie bei normaler Fermentation Der erste Ansatz nach der Pause kann geschmacklich unausgewogen sein
Mehrere Monate Trocknen Körner schonend reinigen, auf Küchenpapier trocknen, luftdicht und kühl lagern
Einfrieren Nicht empfohlen Die Kultur erholt sich danach häufig schlechter

Zum Trocknen werden die Körner vorsichtig gereinigt und mehrere Tage zwischen Küchenpapier an einem warmen, luftigen Ort getrocknet, bis sie klein und hart sind. Danach können sie in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank lagern.

Eine Pause ist immer eine Verlangsamung, kein Vorteil für die Kultur. Wenn Sie regelmäßig fermentieren können, bleibt Wasserkefir meist stabiler als bei häufigem Lagern, Trocknen und Reaktivieren.

Was hat die Zweitfermentation mit kleinen Kristallen zu tun?

Die Zweitfermentation sollte ohne Wasserkefir-Kristalle stattfinden. So belasten Fruchtsaft, Obst, Kräuter oder andere Aromazutaten die Stammkultur nicht. Die Kristalle bleiben im einfachen Mutteransatz, die fertige Flüssigkeit wird separat aromatisiert.

Viele Probleme entstehen, wenn Zutaten für Geschmack und Kohlensäure direkt in den Mutteransatz gegeben werden. Fruchtsaft, viel Obst oder sehr nährstoffreiche Zusätze können die Fermentation stark beschleunigen. Dadurch wird der Ansatz schneller sauer, was geschwächte Kristalle zusätzlich belastet.

Besser ist diese Trennung:

SchrittMit Kristallen?Zweck
Erstfermentation Ja Kultur pflegen und Basis-Wasserkefir herstellen
Abseihen Kristalle werden entfernt Stammkultur schützen
Zweitfermentation Nein Geschmack und Kohlensäure entwickeln
Neuer Ansatz Ja Kristalle wieder in frisches Zuckerwasser geben

Für mehr Kohlensäure kann die fertige Flüssigkeit ohne Kristalle in eine druckgeeignete Flasche gefüllt werden. Eine kleine Menge Zucker oder etwas Fruchtsaft unterstützt die Gasbildung. Öffnen Sie solche Flaschen vorsichtig, weil sich Druck aufbauen kann.

Was passiert, wenn Wasserkefir zu lange fermentiert?

Wenn Wasserkefir zu lange fermentiert, wird er saurer, weniger süß und intensiver im Geschmack. Für die Kristalle ist das auf Dauer ungünstig, weil sie länger in einer zunehmend sauren, nährstoffarmen Flüssigkeit stehen.

Für den Geschmack bedeutet Überfermentation: Der Wasserkefir wird herber, manchmal essigartig und weniger rund. Für die Kultur bedeutet sie: Der verfügbare Zucker ist weitgehend verarbeitet, die Säure steigt und das Milieu wird für Wachstum weniger günstig.

Kann man Wasserkefir-Kristalle essen?

Wasserkefir-Kristalle werden normalerweise nicht gegessen, sondern als Kultur weiterverwendet. Wenn versehentlich ein kleines Stück im Getränk bleibt, ist das meist eher eine Frage der Textur als ein Problem des Rezepts.

Die Körner sind gallertartig, leicht säuerlich und nicht besonders aromatisch. Praktisch gesehen sind sie im nächsten Ansatz wertvoller, weil sie dort neuen Wasserkefir produzieren. Wenn Sie sehr viele gesunde Körner haben, können Sie Überschüsse weitergeben, eine kleine Reserve lagern oder einen Teil trocknen.

Wo kann man Wasserkefir-Kristalle kaufen?

Wasserkefir-Kristalle kauft man am besten als frische, aktive Kultur mit klarer Anleitung. Wichtig ist nicht nur der Kauf selbst, sondern der Zustand der Kultur, die Verpackung und die Information zur Pflege nach der Ankunft.

In Drogerien wie dm oder ROSSMANN findet man je nach Sortiment eher fertige fermentierte Getränke, Pulverprodukte oder allgemeines Zubehör. Frische Wasserkefir-Kristalle sind dort nicht immer verfügbar und sollten nicht mit Instantprodukten verwechselt werden. Für eine dauerhaft wiederverwendbare Kultur braucht man lebende Kristalle, keine einmalige Getränkemischung.

Achten Sie beim Kauf auf diese Punkte:

KriteriumWarum es wichtig ist
Frische Kultur Erleichtert den Start und die Aktivierung
Pflegeanleitung Vermeidet Überfermentation und typische Anfängerfehler
Geeignete Verpackung Schützt die Kultur während Transport und Lagerung
Unterstützung bei Fragen Hilfreich bei schwacher Aktivität, Pausen oder Reaktivierung
Wiederverwendbarkeit Ermöglicht fortlaufende Fermentation statt ständiger Nachkäufe

Wann sollte man neue Wasserkefir-Kristalle kaufen?

Neue Wasserkefir-Kristalle sind sinnvoll, wenn Schimmel, muffiger Geruch, deutliche Kontamination oder wochenlanger Rückgang trotz korrekter Pflege auftreten. Bei reiner Überfermentation lohnt sich zuerst ein Rettungsversuch über mehrere milde Ansätze.

Ein guter Entscheidungsmaßstab ist die Zeit. Wenn Sie zwei bis drei Wochen sauber, mild und regelmäßig angesetzt haben und die Kultur trotzdem weiter abnimmt, ist ein Neustart oft vernünftiger als endloses Experimentieren. Das gilt besonders, wenn die Körner nicht nur klein sind, sondern sich auflösen und der Geschmack nicht mehr frisch wird.

Mit einer stabilen Ausgangskultur ist der Alltag einfacher: Sie können Wasserkefir regelmäßig herstellen, die Kristalle pflegen, Überschüsse weitergeben und bei Bedarf eine Reserve lagern. Ziel ist nicht möglichst viel Kultur im Glas, sondern ein frischer, wiederholbarer Wasserkefir ohne Abhängigkeit von fertigen Getränken.

Häufige Fragen

Die folgenden Antworten fassen die wichtigsten Punkte kurz zusammen. Wenn Ihre Kristalle kleiner werden, prüfen Sie zuerst Fermentationsdauer, Temperatur, Zuckerversorgung, Wasserqualität und die Menge der Kultur im Verhältnis zur Flüssigkeit.

Warum schrumpfen meine Wasserkefirkörner?

Wasserkefirkörner schrumpfen meist durch wiederholte Überfermentation. Typische Auslöser sind zu viele Kristalle im Ansatz, zu lange Standzeit, hohe Raumtemperatur oder zu viele Trockenfrüchte. Stellen Sie auf eine milde Routine um: chlorarmes Wasser, etwa 40 g Zucker pro Liter, eine kleine ungeschwefelte Trockenfrucht, eine Prise Meersalz und eine kontrollierte Fermentation bei moderater Temperatur.

Wie merkt man, dass Wasserkefir schlecht ist?

Schlechter Wasserkefir riecht nicht frisch-säuerlich, sondern muffig, faulig, schimmelig oder chemisch. Sichtbarer pelziger Schimmel, ungewöhnliche Verfärbungen, schleimige Oberflächen oder ein stechender Geruch sind Warnzeichen. Trinken Sie solche Ansätze nicht. Entsorgen Sie im Zweifel Flüssigkeit und Kristalle, reinigen Sie Gefäße gründlich und starten Sie mit einer sicheren Kultur neu.

Was passiert, wenn Kefir zu lange fermentiert?

Bei zu langer Fermentation wird Wasserkefir deutlich saurer, weniger süß und intensiver im Geschmack. Für die Kristalle ist das auf Dauer ungünstig, weil sie in einer zunehmend sauren, nährstoffarmen Flüssigkeit stehen. Wiederholt zu lange Fermentation kann dazu führen, dass die Körner kleiner werden, langsamer wachsen oder zerfallen. Bei warmem Wetter sollten Sie früher kontrollieren.

Warum sind meine Kefirkörner so klein?

Kleine Kefirkörner können völlig normal sein, besonders bei jungen, frisch transportierten oder gerade reaktivierten Kulturen. Entscheidend ist nicht die Größe einzelner Körner, sondern ihre Aktivität. Wenn der Ansatz nach ein bis zwei Tagen weniger süß und leicht säuerlich schmeckt, arbeiten die Körner. Werden sie jedoch über mehrere Ansätze kleiner und weniger, sollten Sie Überfermentation und Temperatur korrigieren.

Kann man Wasserkefir-Kristalle trocknen?

Ja, Trocknen ist für längere Pausen besser geeignet als Einfrieren. Die Körner werden schonend gereinigt, mehrere Tage auf Küchenpapier an einem warmen, luftigen Ort getrocknet und anschließend luftdicht im Kühlschrank gelagert. Nach dem Trocknen brauchen sie mehrere frische Ansätze, bis sie wieder zuverlässig fermentieren. Die ersten Reaktivierungsansätze sollten kritisch geprüft werden.

Sollte man Wasserkefir-Kristalle einfrieren?

Einfrieren wird nicht empfohlen, weil Wasserkefir-Kristalle sich danach oft schlecht erholen. Für kurze Pausen ist Lagerung im Kühlschrank in Zuckerwasser die bessere Methode. Für längere Pausen ist Trocknen sinnvoller. Wenn eine Kultur bereits geschwächt ist und kleiner wird, sollte sie nicht eingefroren werden; stabilisieren Sie sie zuerst über mehrere milde Ansätze.

Wie bekomme ich wieder mehr Kohlensäure, ohne die Kristalle zu belasten?

Trennen Sie Erst- und Zweitfermentation. Die Kristalle arbeiten in einem einfachen Ansatz aus Wasser, Zucker, Trockenfrucht und Mineralien. Nach dem Abseihen kommt die fertige Flüssigkeit ohne Kristalle in eine druckgeeignete Flasche. Dort können eine kleine Menge Zucker oder etwas Fruchtsaft die Kohlensäurebildung unterstützen. Öffnen Sie Flaschen vorsichtig, weil Druck entstehen kann.

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