Wasserkefir für Anfänger: Einfach richtig starten

Wasserkefir gelingt am zuverlässigsten, wenn Sie mit einer frischen, aktiven Kultur, chlorarmem Wasser, Zucker, Mineralien und einer kurzen Fermentation von 1–2 Tagen beginnen. Der erste Ansatz muss nicht perfekt sein: Entscheidend ist, dass die Süße abnimmt, eine leichte Säure entsteht und die Kristalle regelmäßig neues Zuckerwasser bekommen. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch Rezept, Pflege, Kohlensäure, Pausen, typische Fehler und die wichtigsten Fragen für einen ruhigen Start.
Was ist Wasserkefir?
Wasserkefir ist ein fermentiertes Getränk aus Zuckerwasser und Wasserkefir-Kristallen. Die Kristalle sind keine Pilze, sondern eine lebende Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen, eingebettet in eine gallertartige Struktur.
Im Unterschied zu Milchkefir wird Wasserkefir ohne Milch angesetzt. Das macht ihn für viele Menschen interessant, die ein milchfreies Fermentationsgetränk herstellen möchten. Die Mikroorganismen nutzen den zugesetzten Zucker als Nahrung und bilden dabei unter anderem organische Säuren, Kohlensäure und geringe Mengen Alkohol.
Geschmacklich liegt fertiger Wasserkefir zwischen milder Limonade, leicht säuerlichem Erfrischungsgetränk und, bei längerer Fermentation, einem deutlich herberen Ferment. Für Anfänger ist Wasserkefir dankbar, weil der Ablauf überschaubar bleibt: ansetzen, fermentieren lassen, abseihen, neu ansetzen.
Welche Zutaten und welches Zubehör brauchen Sie für den ersten Ansatz?
Für den ersten Ansatz brauchen Sie Wasser, Zucker, eine frische Wasserkefir-Kultur, Mineralien, ein sauberes Glas und ein nichtmetallisches Sieb. Ein Wasserkefir Starterset kann praktisch sein, ist aber nicht zwingend nötig, wenn die Grundausstattung stimmt.
| Bestandteil | Empfehlung für Anfänger | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Wasser | Chlorarmes Leitungswasser oder nicht demineralisiertes Flaschenwasser | Zu viel Chlor kann die Kultur schwächen; demineralisiertes Wasser liefert zu wenig Mineralien |
| Zucker | Ca. 40 g Zucker pro Liter Wasser | Zucker ist die Nahrung der Mikroorganismen und kann nicht durch Süßstoff ersetzt werden |
| Wasserkefir-Kultur | Eine frische, aktive Kultur, bereit für den Ansatz | Frische Kulturen starten meist einfacher als lange gelagerte oder trockene Kulturen |
| Trockenfrüchte | Zwei ungeschwefelte Datteln pro Liter | Sie liefern Nährstoffe und Mineralien; Datteln sind für den Start besonders zuverlässig |
| Mineralien | Eine Prise nicht raffiniertes Meersalz | Unterstützt die Mineralstoffversorgung der Kultur |
| Säure und Aroma | Zitrone und/oder frischer Ingwer optional | Rundet den Geschmack ab und beeinflusst die Fermentation |
| Gefäß | Sauberes Glas mit mindestens 1 Liter Fassungsvermögen | Glas ist neutral und leicht zu reinigen |
| Abdeckung | Küchenpapier, Tuch oder Kaffeefilter mit Gummiband | Die Kultur kann atmen, Staub und Insekten bleiben draußen |
| Sieb | Kunststoff- oder anderes nichtmetallisches Sieb | Dauerhaften Metallkontakt, besonders mit reaktiven Metallen, vermeiden |
Wenn Leitungswasser stark nach Chlor riecht, lassen Sie es in einer breiten Karaffe stehen, bevor Sie es verwenden. Nutzen Sie für Wasserkefir möglichst eigene Utensilien oder reinigen Sie sie gründlich, wenn Sie auch Milchkefir, Kombucha oder Joghurt herstellen. So vermeiden Sie Kreuzkontaminationen zwischen Kulturen.
Wasserkefir Rezept: Wie setzen Sie den ersten Liter an?
Das einfachste Wasserkefir Rezept für Anfänger besteht aus Zuckerwasser, Kultur, Datteln, einer Prise Meersalz und optional Zitrone oder Ingwer. Nach 1–2 Tagen wird der fertige Wasserkefir abgeseiht und die Kultur direkt neu angesetzt.
- Zuckerwasser vorbereiten. Lösen Sie ca. 40 g Zucker in 1 Liter kaltem oder lauwarmem Wasser. Das Wasser darf nicht heiß sein, wenn die Kultur hineinkommt, weil Hitze die Mikroorganismen schädigen kann.
- Mineralien und Zutaten zugeben. Geben Sie eine Prise Meersalz hinzu. Danach kommen die frische Wasserkefir-Kultur, zwei ungeschwefelte Datteln und optional eine Scheibe Zitrone oder etwas frischer Ingwer ins Glas.
- Atmungsaktiv abdecken. Decken Sie das Glas mit Küchenpapier, einem sauberen Tuch oder einem Kaffeefilter ab und befestigen Sie die Abdeckung mit einem Gummiband. Für die erste Fermentation wird das Gefäß nicht hermetisch verschlossen.
- Fermentieren lassen. Stellen Sie das Glas bei Raumtemperatur an einen Ort ohne direkte Sonne. Nach 1–2 Tagen sollte der Ansatz weniger süß, leicht säuerlich und je nach Aktivität etwas prickelnd schmecken. Probieren Sie täglich, bis Sie Ihren bevorzugten Punkt kennen.
- Abseihen und neu starten. Entfernen Sie Trockenfrüchte und Zitronenscheiben. Gießen Sie den Wasserkefir durch ein nichtmetallisches Sieb in ein sauberes Gefäß. Die Kristalle setzen Sie sofort wieder mit frischem Zuckerwasser an.
Wenn Sie eine Wasserkefir Anleitung als PDF oder Ausdruck nutzen möchten, notieren Sie sich vor allem diese Routine: frisches Zuckerwasser, Mineralien, kurze Fermentation, abseihen, neu ansetzen. Diese Wiederholung ist wichtiger als komplizierte Varianten.
Müssen Sie Wasserkefir aktivieren?
Frische Wasserkefir-Kristalle müssen normalerweise nicht wie eine Trockenkultur aktiviert werden. Sie werden abgeseiht und direkt in den ersten normalen Ansatz gegeben. Getrocknete Kulturen brauchen dagegen mehrere Wechsel des Nährmediums, bis sie wieder zuverlässig fermentieren.
Bei einer frischen Kultur kann der erste Ansatz trotzdem etwas langsamer wirken. Die Kristalle haben Transport, Temperaturwechsel und neues Wasser hinter sich. Entscheidend ist deshalb nicht, ob schon stark Kohlensäure entsteht, sondern ob die Süße abnimmt und eine leichte Säure entsteht.
Bei getrockneten Kulturen ist Wasserkefir aktivieren ein eigener Schritt: Die Kristalle werden wiederholt mit Zuckerwasser versorgt, bis Gasbildung, Säure und Geschmack zeigen, dass die Kultur arbeitet. Für Anfänger ist eine frische Kultur meist einfacher, weil sie schneller in den normalen Rhythmus kommt.
Welche Bedingungen entscheiden über Geschmack, Kohlensäure und Säure?
Temperatur, Zeit, Zucker, Mineralien und das Verhältnis von Kultur zu Flüssigkeit bestimmen, wie mild, sauer oder spritzig Ihr Wasserkefir wird. Für Anfänger ist ein ruhiger, kurzer Ansatz besser als eine sehr lange Fermentation.
| Faktor | Anfängerbereich | Wenn es zu wenig ist | Wenn es zu viel ist |
|---|---|---|---|
| Temperatur | Normale Raumtemperatur, eher mild-warm | Fermentation wird langsam, Süße bleibt länger erhalten | Getränk wird schneller sauer, Kultur kann gestresst werden |
| Zeit | 1–2 Tage | Wenig Säure, wenig Geschmacksentwicklung | Sehr sauer, weniger Restsüße, Risiko von Überfermentation |
| Zucker | Ca. 40 g pro Liter | Kultur bekommt zu wenig Nahrung | Getränk bleibt süßer oder bildet bei langer Fermentation mehr Alkohol |
| Mineralien | Datteln plus Prise Meersalz | Kristalle können schwächer werden oder kleiner wirken | Zu intensive Fermentation und unausgewogener Geschmack |
| Kulturmenge | Die mitgelieferte Kultur für den vorgesehenen Ansatz | Fermentation dauert länger | Ansatz wird schnell sauer; Kristalle können schrumpfen |
| Licht | Keine direkte Sonne | — | Wärme und UV-Licht können die Kultur belasten |
Der Geschmack ist Ihr bester Alltagsindikator. Wird der Wasserkefir nach 24 Stunden kaum weniger süß, steht er vielleicht zu kühl oder das Wasser ist ungeeignet. Wird er sehr schnell essigartig, verkürzen Sie die Zeit, stellen Sie ihn kühler oder verwenden Sie nur einen Teil der Kultur für denselben Ansatz.
Was passiert bei der Fermentation von Wasserkefir?
Bei der Fermentation verwandelt die Bakterien-Hefen-Gemeinschaft einen Teil des Zuckers in Säuren, Kohlensäure, Aromastoffe und geringe Mengen Alkohol. Dadurch wird aus Zuckerwasser ein lebendiges, säuerlich-prickelndes Getränk.
Hefen und Bakterien arbeiten dabei nicht isoliert, sondern als kleines Ökosystem. Hefen tragen zur Gasbildung und zu alkoholischen Zwischenprodukten bei. Bakterien bilden organische Säuren und stabilisieren das saure Milieu. Die Kristalle selbst bestehen aus einer von Mikroorganismen aufgebauten Matrix, die mit der Zeit wachsen, kleiner werden oder sich verändern kann.
Die Literatur zu Wasserkefir beschreibt in allgemeinen Studien eine breite mikrobielle Gemeinschaft. Metagenomische Arbeiten und Multi-Omics-Analysen haben in Wasserkefir unter anderem folgende Vertreter beschrieben:
- Lactobacillus hilgardii
- Lactobacillus hordei
- Leuconostoc mesenteroides
- Saccharomyces cerevisiae
- Acetobacter orientalis
- Zygotorulaspora florentina
Diese Liste beschreibt Befunde aus der Literatur zu Wasserkefir allgemein. Sie ist keine Deklaration der Zusammensetzung einer konkreten Kefiralia-Kultur, denn lebende Kulturen sind natürliche Konsortien, deren genaue Verhältnisse je nach Pflege, Zutaten und Umgebung schwanken können.
Welche Wasserkefir Wirkung ist realistisch?
Wasserkefir ist ein fermentiertes Lebensmittel, kein Heilmittel. Realistisch ist: Er liefert ein frisch fermentiertes Getränk mit lebenden Mikroorganismen, organischen Säuren und einem anderen Geschmacksprofil als süße Limonaden.
In der Forschung wird Kefir wegen seiner Mikroorganismen, Fermentationsprodukte und möglichen ernährungsphysiologischen Eigenschaften untersucht. Die Evidenz ist jedoch je nach Endpunkt unterschiedlich und bei Wasserkefir weniger umfangreich als bei Milchkefir.
Übersichten zu Kefir insgesamt zeigen ein wachsendes Interesse an Humanstudien, betonen aber ebenfalls, dass Ergebnisse nicht pauschal auf jede Kultur, jedes Getränk und jede Person übertragbar sind.
Wie gelingt mehr Kohlensäure in der zweiten Fermentation?

Mehr Kohlensäure entsteht vor allem in der zweiten Fermentation ohne Kristalle, in einer geeigneten, dicht schließenden Flasche. Für Anfänger ist eine kurze zweite Fermentation kontrollierbarer als ein sehr langer erster Ansatz.
Nach dem Abseihen füllen Sie den fertigen Wasserkefir in eine stabile Flasche mit dichtem Verschluss. Für mehr Gas können Sie eine kleine Menge Zucker zugeben oder den Wasserkefir mit Fruchtsaft mischen, etwa im Verhältnis 80 % fertiger Wasserkefir und 20 % Saft.
Die Kristalle gehören nicht in die zweite Fermentation. Sie bleiben im normalen Zuckerwasser-Ansatz und werden dort weiter gepflegt.
Wie füttern und pflegen Sie Wasserkefir-Kristalle im Alltag?
Wasserkefir füttern bedeutet: Die Kultur regelmäßig in frisches Zuckerwasser mit Mineralstoffquelle setzen. Die Kristalle brauchen Zucker, Wasser, Mineralien und einen Rhythmus, der Überfermentation vermeidet.
Wenn Sie fortlaufend Wasserkefir herstellen, setzen Sie die Kristalle nach jedem Abseihen direkt neu an. Verwenden Sie wieder chlorarmes Wasser, ca. 40 g Zucker pro Liter, Datteln und eine Prise Meersalz.
Spülen Sie die Kristalle nicht routinemäßig aggressiv ab. Wichtiger ist ein sauberer Arbeitsablauf und frisches Nährmedium. Wenn Zutatenreste anhaften, können Sie die Kristalle vorsichtig mit kaltem oder lauwarmem Wasser abspülen.
Mit der Zeit kann die Kultur wachsen. Sammeln Sie nicht unbegrenzt immer mehr Kristalle im gleichen Glas, denn zu viel Kultur im Verhältnis zur Flüssigkeit beschleunigt die Fermentation stark. Das Getränk wird dann schneller sauer, und die Kristalle können kleiner werden. Nutzen Sie bei Überschuss nur einen Teil weiter und geben Sie den Rest ab oder pausieren Sie ihn separat.
Wasserkefir ohne Trockenfrüchte: Geht das?
Wasserkefir ohne Trockenfrüchte kann funktionieren, ist für Anfänger aber nicht die stabilste Variante. Datteln oder andere ungeschwefelte Trockenfrüchte liefern Nährstoffe und helfen der Kultur, gleichmäßig zu fermentieren.
Wenn Sie Trockenfrüchte weglassen möchten, testen Sie das zunächst nur mit einem Teil der Kultur. Achten Sie besonders auf Mineralien, etwa durch nicht demineralisiertes Wasser und eine Prise Meersalz.
Beobachten Sie, ob die Süße abnimmt, ob Säure entsteht und ob die Kristalle stabil bleiben. Wird der Ansatz träge oder wirken die Kristalle kleiner, kehren Sie zu Datteln zurück.
Kann man Wasserkefir-Kristalle selber machen oder muss man sie kaufen?
Wasserkefir-Kristalle entstehen nicht spontan aus Wasser, Zucker und Früchten. Sie stammen aus einer bestehenden lebenden Kultur, die weitergegeben, geteilt oder gekauft werden kann.
Wasserkefir-Kristalle selber machen ist deshalb nicht realistisch im Sinne von „aus Grundzutaten neu erzeugen“. Sie können eine bestehende Kultur aber pflegen, vermehren und später teilen, wenn sie stabil wächst.
Wenn Sie Wasserkefir kaufen, achten Sie weniger auf spektakuläre Versprechen und mehr auf Frische, Aktivität, klare Anleitung und Unterstützung bei den ersten Ansätzen. Ob aus einem Fermentationsshop, Reformhaus oder einer Drogerie wie dm: Entscheidend ist, ob es sich um eine lebende Kultur handelt und wie gut sie begleitet wird.
Getrocknete Kulturen müssen oft erst wieder aktiviert werden; das kann funktionieren, verlangt aber Geduld und mehrere Wechsel des Nährmediums. Eine frische Kultur ist für Anfänger meist einfacher, weil sie direkt in den normalen Fermentationsrhythmus übergehen kann.
Wie können Sie Wasserkefir aufbewahren oder die Kultur pausieren?
Fertigen Wasserkefir bewahren Sie im Kühlschrank auf; die Kultur selbst pausiert am besten in Zuckerwasser mit Mineralstoffquelle. Kälte verlangsamt die Fermentation, stoppt sie aber nicht vollständig.
Das fertige Getränk hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche oder auch länger, wird mit der Zeit aber säuerlicher. Für den besten Geschmack trinken viele Menschen ihn frisch oder innerhalb weniger Tage. Wenn Sie mehr Kohlensäure wünschen, kann eine kurze zweite Fermentation vor dem Kühlen sinnvoll sein.
Wenn Sie Wasserkefir pausieren möchten, setzen Sie die Kristalle in Zuckerwasser mit den üblichen mineralischen Zutaten und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Für eine Pause von 2–3 Wochen ist das in der Regel praktikabel. Danach sollte das Zuckerwasser erneuert werden.
Für deutlich längere Pausen ist Dehydrieren die bessere Option als Einfrieren. Eingefrorene Wasserkefir-Kristalle erholen sich oft schlechter. Nach dem Reaktivieren brauchen pausierte oder getrocknete Kristalle mehrere Ansätze, bis sie wieder zuverlässig arbeiten.
Welche Fehler passieren Anfängern am häufigsten?
Die meisten Probleme entstehen durch zu wenig Mineralien, chlorreiches Wasser, zu lange Fermentation, zu warme Lagerung oder zu viel Kultur im Verhältnis zur Flüssigkeit. Fast immer lässt sich der Ansatz über Zeit, Temperatur und frisches Zuckerwasser korrigieren.
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Sinnvolle Korrektur |
|---|---|---|
| Getränk bleibt sehr süß | Zu kalt, Kultur noch träge, Wasser ungeeignet | Wärmeren Ort wählen, chlorarmes Wasser nutzen, nächsten Ansatz abwarten |
| Sehr saurer oder essigartiger Geschmack | Zu lange oder zu warm fermentiert | Früher abseihen, kühler stellen, Kulturmenge anpassen |
| Kaum Kohlensäure | Erste Fermentation offen, zu kurze zweite Fermentation | Zweite Fermentation in geeigneter Flasche durchführen, etwas Zucker oder Saft zugeben |
| Kristalle werden kleiner | Häufig Überfermentation, zu viele Kristalle, zu lange Standzeit | Kürzere Ansätze, weniger Kultur pro Glas, regelmäßig frisches Zuckerwasser |
| Schlechter Geruch oder sichtbarer Verderb | Kontamination, ungeeignete Zutaten, unsaubere Gefäße | Nicht trinken; Gefäße gründlich reinigen und im Zweifel mit frischer Kultur neu beginnen |
| Kultur startet nach Versand langsam | Anpassung an neue Umgebung | 1–2 Ansätze geduldig beobachten und konsequent nach Anleitung arbeiten |
Verlassen Sie sich nicht nur auf Bläschen. Ein aktiver Ansatz kann auch wenig sichtbar sprudeln, aber geschmacklich klar weniger süß und leicht säuerlich werden. Umgekehrt ist starke Gasbildung allein kein Qualitätsbeweis, wenn der Geschmack unangenehm oder lösungsmittelartig wirkt.
Worin unterscheidet sich Wasserkefir von Milchkefir und Kombucha?
Wasserkefir, Milchkefir und Kombucha sind fermentierte Getränke, unterscheiden sich aber deutlich bei Basis, Kultur, Geschmack und Fermentationsdauer. Für Anfänger ist Wasserkefir oft der schnellste Einstieg ohne Milch und ohne Tee.
| Merkmal | Wasserkefir | Milchkefir | Kombucha |
|---|---|---|---|
| Basis | Wasser mit Zucker | Milch | Gesüßter Tee |
| Kultur | Wasserkefir-Kristalle | Milchkefir-Knollen | SCOBY mit Starterflüssigkeit |
| Typische Dauer | 1–2 Tage | 24–48 Stunden | Etwa 2 Wochen |
| Geschmack | Süß-säuerlich, frisch, limonadenartig | Säuerlich, milchig, leicht hefig | Säuerlich, teeartig, oft herber |
| Milchfrei | Ja | Nein, außer spezielle Experimente | Ja |
| Koffein | Nein, sofern kein Tee zugesetzt wird | Nein | Je nach Tee ja |
| Anfängerfokus | Erfrischungsgetränk und schnelle Routine | Fermentierte Milch | Langsamere Teefermentation |
Kombucha und Kefir werden wissenschaftlich häufig im Zusammenhang mit komplexen mikrobiellen Gemeinschaften und Fermentationsmetaboliten betrachtet. Praktisch sollten Sie die Kulturen aber getrennt pflegen: eigene Gefäße, eigene Siebe und saubere Abläufe verhindern, dass sich Mikroorganismen verschiedener Fermente unkontrolliert vermischen.
Für wen ist der Wasserkefir von Kefiralia sinnvoll?
Der Wasserkefir von Kefiralia ist sinnvoll, wenn Sie mit einer frischen lebenden Kultur starten möchten statt mit einem fertigen Getränk oder einer kurzlebigen Pulverlösung. Er richtet sich an Menschen, die den Fermentationsprozess zu Hause selbst steuern möchten.
Der Vorteil liegt in der Wiederverwendbarkeit: Sie setzen die Kultur immer wieder neu an und passen Geschmack, Säure und Kohlensäure über Zeit, Temperatur und zweite Fermentation an. Dazu erhalten Sie eine Anleitung, die den Start erleichtert und typische Anfängerfehler reduziert.
Mit einer stabilen Kultur haben Sie einen klaren Rhythmus: ansetzen, probieren, abseihen, neu starten. So entsteht zu Hause regelmäßig frischer Wasserkefir, ohne fertige Flaschen nachkaufen zu müssen und mit voller Kontrolle über Geschmack, Säure und Kohlensäure.
Häufige Fragen
Wie starte ich mit Wasserkefir?
Starten Sie mit einem sauberen Glas, 1 Liter chlorarmem Wasser, ca. 40 g Zucker, einer frischen Wasserkefir-Kultur, zwei ungeschwefelten Datteln und einer Prise Meersalz. Alles wird gemischt, mit Tuch oder Küchenpapier abgedeckt und 1–2 Tage bei Raumtemperatur fermentiert. Danach seihen Sie den Wasserkefir ab und setzen die Kristalle direkt wieder in frisches Zuckerwasser.
Ist es gesund, jeden Tag Wasserkefir zu trinken?
Wasserkefir kann für viele gesunde Erwachsene ein interessantes fermentiertes Getränk im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Er ist aber kein Heilmittel und es gibt keine pauschale Tagesmenge, die für alle Menschen gilt. Forschung zu Kefir und fermentierten Lebensmitteln zeigt Potenzial, aber auch Unterschiede je nach Produkt und Person. Bei Beschwerden, Schwangerschaft, Stillzeit oder spezieller Diät bitte ärztlich abklären.
Ist Wasserkefir für Diabetiker geeignet?
Wasserkefir wird mit Zucker angesetzt, weil die Kultur Zucker als Nahrung braucht. Ein Teil davon wird während der Fermentation abgebaut, aber der fertige Wasserkefir ist nicht automatisch zuckerfrei. Für Menschen mit Diabetes ist deshalb keine pauschale Empfehlung sinnvoll. Wenn Sie Diabetes haben oder Ihre Kohlenhydratzufuhr medizinisch steuern müssen, besprechen Sie Wasserkefir bitte vor dem Verzehr mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Ernährungsberatung.
Kann man Wasserkefir auch ohne Zucker ansetzen?
Nein, dauerhaft funktioniert Wasserkefir ohne Zucker nicht. Zucker ist kein bloßer Süßmacher, sondern die wichtigste Energiequelle der Mikroorganismen. Süßstoffe wie Stevia oder andere kalorienarme Alternativen ernähren die Kultur nicht. Wenn Sie weniger Süße möchten, lassen Sie den Ansatz etwas länger fermentieren oder wählen Sie eine zweite Fermentation mit vorsichtiger Aromatisierung; ganz ohne Restzucker ist hausgemachter Wasserkefir dennoch nicht planbar.
Enthält Wasserkefir Alkohol?
Ja, Wasserkefir kann geringe Mengen Alkohol enthalten, weil Hefen am Fermentationsprozess beteiligt sind. Bei normaler Fermentation sind etwa 0,5–1 Vol.-% möglich; längere Standzeiten, mehr Zucker und höhere Temperaturen können den Alkoholgehalt erhöhen. Wer Alkohol strikt meidet, schwanger ist, stillt oder für Kinder fermentiert, sollte diesen Punkt ernst nehmen und im Zweifel medizinischen Rat einholen.
Wie lange hält sich fertiger Wasserkefir?
Fertiger Wasserkefir hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche oder auch länger. Dabei wird er langsam weiter fermentieren und mit der Zeit saurer schmecken. Wenn Sie ihn mild mögen, trinken Sie ihn eher frisch. Wenn Sie mehr Säure und Kohlensäure bevorzugen, können Sie eine kurze zweite Fermentation durchführen und ihn danach gut gekühlt lagern.
