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Wasserkefir: was er ist, wie Sie ihn ansetzen und pflegen

Durchscheinende Wasserkefir-Körnchen liegen in Wasser auf einem weißen Teller mit frischen Kräutern.

Wasserkefir ist ein leicht prickelndes, süß-säuerliches Fermentationsgetränk aus Wasser, Zucker, Trockenfrüchten und einer lebendigen Kultur. Die sogenannten Wasserkefir-Kristalle werden immer wieder neu angesetzt und verwandeln die Zuckerlösung innerhalb von etwa 1–2 Tagen in ein erfrischendes Getränk. Er ist kein Heilmittel, sondern ein traditionelles fermentiertes Lebensmittel, dessen Qualität stark von Kultur, Zutaten, Temperatur und Pflege abhängt.

Was ist Wasserkefir?

Wasserkefir ist ein fermentiertes Getränk, das mit einer lebendigen Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen hergestellt wird. Anders als Milchkefir braucht er keine Milch, sondern Wasser, Zucker, Mineralien und meist Trockenfrüchte als Nährstoffquelle.

Der fertige Wasserkefir ist meist leicht trüb, spritzig und je nach Fermentationszeit mild-süß bis deutlich säuerlich. Im Alltag begegnen Ihnen auch Namen wie Tibicos, Tibi, Japankristalle oder Kefir-Kristalle. Gemeint ist in der Regel eine durchscheinende, gallertartige Kultur, die im Ansatz wie kleine Kristalle aussieht.

Auch die getrennte Schreibweise Wasser Kefir kommt vor. Fachlich ist damit dasselbe Getränk gemeint. Die Kultur selbst wird mal Wasserkefir-Kristalle, mal Wasser-Kefir-Kristalle oder Kefirkristalle genannt; wichtiger als die Schreibweise ist, dass es sich um eine aktive, wiederverwendbare Kultur handelt.

Weil die Grundzutaten milchfrei sind, kann Wasserkefir vegan angesetzt werden, sofern Zucker, Trockenfrüchte und weitere Zutaten zur eigenen Ernährungsweise passen. Er ist aber nicht zuckerfrei: Ein Teil des Zuckers wird während der Fermentation umgesetzt, ein Rest bleibt je nach Dauer und Rezept im Getränk.

Woher stammt Wasserkefir?

Der genaue Ursprung von Wasserkefir ist nicht vollständig geklärt. In der Literatur werden unter anderem historische Bezeichnungen wie Tibi und Beobachtungen an zuckerhaltigen Pflanzensäften, etwa auf Opuntien, beschrieben.

Sicher ist: Wasserkefir verbreitete sich vor allem als Haushaltsferment. Die Kultur wurde weitergegeben, wuchs bei guter Pflege nach und passte damit gut in eine Zeit, in der fermentierte Getränke zu Hause hergestellt wurden. Namen wie Japankristalle oder Himalaya-Kristalle sind eher volkstümliche Handels- und Alltagsbezeichnungen als belastbare Herkunftsangaben.

Heute ist Wasserkefir in Deutschland wieder beliebt, weil er ohne Spezialgeräte angesetzt werden kann. Ein Glas, Wasser, Zucker, eine lebendige Kultur und etwas Geduld reichen aus. Genau diese Einfachheit unterscheidet ihn von vielen industriell hergestellten Erfrischungsgetränken.

Was sind Wasserkefir-Kristalle?

Wasserkefir-Kristalle sind keine echten Kristalle und auch kein Pilz im botanischen Sinn. Es handelt sich um kleine, durchscheinende Körnchen aus einer natürlichen Matrix, in der Bakterien und Hefen zusammenleben.

Ein einzelner Wasserkefir-Kristall kann sehr klein sein; die Größe allein sagt wenig über die Aktivität aus. Entscheidend ist, ob die Kultur Zuckerwasser zuverlässig fermentiert, ob der Geschmack nach 1–2 Tagen weniger süß und leicht säuerlich wird und ob der Ansatz frisch riecht.

Wenn Kefir-Kristalle mit der Zeit kleiner werden oder kaum noch wachsen, liegt häufig eine zu starke Fermentation, zu lange Standzeit, zu viel Wärme oder ein ungünstiges Verhältnis von Kultur zu Flüssigkeit vor. Die Kristalle reagieren also weniger auf „Pflege nach Gefühl“ als auf konkrete Bedingungen: Zucker, Mineralien, Temperatur, Zeit und regelmäßige Erneuerung des Ansatzes.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen echten Wasserkefir-Kristallen und kurzlebigen Fermentpulvern. Eine traditionelle lebendige Kultur kann bei richtiger Pflege immer wieder neu angesetzt werden; Pulverprodukte sind meist nur für eine begrenzte Anzahl von Ansätzen gedacht.

Welche Mikroorganismen wurden in Wasserkefir-Kristallen beschrieben?

Wasserkefir ist ein komplexes Ökosystem aus Bakterien und Hefen. Für die Praxis reicht es zu wissen: Diese Mikroorganismen bauen Zucker um, bilden Säuren, Kohlensäure und Aromastoffe und erhalten gleichzeitig die Struktur der Kultur.

Die folgende Auswahl ist keine Produktdeklaration von Kefiralia, sondern eine Zusammenfassung typischer Funde aus Studien zur Wasserkefir-Mikrobiota. Metagenomik- und Multi-Omics-Arbeiten beschreiben Wasserkefir allgemein als Ökosystem aus Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und Hefen; in solchen Untersuchungen wurden unter anderem folgende Vertreter beschrieben:

  • Lactobacillus hilgardii
  • Lactobacillus nagelii
  • Leuconostoc mesenteroides
  • Acetobacter orientalis
  • Saccharomyces cerevisiae
  • Zygotorulaspora florentina

Für die Praxis ist wichtiger als der einzelne Name, dass die Kultur lebendig, ausgewogen und aktiv bleibt. Deshalb sollte man sie regelmäßig füttern, nicht mit heißem Wasser behandeln, nicht austrocknen lassen und vor ungeeigneten Zutaten wie geschwefelten Trockenfrüchten schützen.

Worin unterscheidet sich Wasserkefir von Milchkefir und Kombucha?

Wasserkefir ist milchfrei, fermentiert deutlich schneller als Kombucha und schmeckt meist milder als lange gereifter Tee-Kombucha. Milchkefir dagegen basiert auf Milch und ergibt ein cremig-säuerliches Getränk.

GetränkBasisKulturTypischer GeschmackÜbliche Fermentation
Wasserkefir Wasser, Zucker, Mineralien, Trockenfrüchte Wasserkefir-Kristalle spritzig, süß-säuerlich, limonadenähnlich meist 1–2 Tage
Milchkefir Milch tierischen Ursprungs oder geeignete Alternativen mit Vorsicht Milchkefirknollen cremig, säuerlich, leicht hefig meist 24–48 Stunden
Kombucha gezuckerter Tee SCOBY mit Ansatztee teeartig, säuerlich, je nach Reife fast essigartig bei Kefiralia etwa 2 Wochen

Kombucha und Kefir werden in Reviews häufig gemeinsam betrachtet, unterscheiden sich aber deutlich in Rohstoff, Kulturstruktur und Fermentationsdauer. Wer keinen Tee und keine Milch verwenden möchte, findet in Wasserkefir eine einfache Alternative für die Fermentation zu Hause.

Wie können Sie Wasserkefir ansetzen?

Wasserkefir ansetzen heißt: Zucker in Wasser lösen, die lebendige Kultur und nährstoffgebende Zutaten hinzufügen, das Glas abdecken und den Ansatz bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Nach 1–2 Tagen werden Kristalle und Früchte abgeseiht.

Für den klassischen Ansatz nach Kefiralia-Prinzip wird Wasser mit niedrigem Chlorgehalt oder nicht demineralisiertes Flaschenwasser verwendet. Bei stark gechlortem Leitungswasser kann man das Wasser in einer offenen Kanne kurz stehen lassen. Der Zucker ist kein optionaler Süßstoff, sondern Nahrung für die Kultur; Süßstoffe wie Stevia ersetzen ihn nicht.

Trockenfrüchte, besonders Datteln, liefern zusätzliche Nährstoffe und Mineralien. Eine kleine Prise Meersalz unterstützt den Mineralhaushalt des Ansatzes. Zitrone oder Ingwer können ergänzt werden, sind aber vor allem geschmacklich interessant.

SchrittWas passiert?Woran erkennen Sie Fortschritt?
Zuckerwasser vorbereiten Zucker vollständig in kaltem oder lauwarmem Wasser lösen keine Zuckerkristalle am Glasboden
Kultur zugeben Wasserkefir-Kristalle in das Zuckerwasser geben die Kultur liegt am Boden oder verteilt sich
Datteln, Zitrone oder Ingwer ergänzen Nährstoffe und Aroma kommen in den Ansatz Duft wird frischer und fruchtiger
1–2 Tage fermentieren Mikroorganismen setzen Zucker um weniger Süße, mehr Säure, manchmal Bläschen
Abseihen und neu ansetzen fertiges Getränk trennen, Kultur weiterverwenden Kristalle sind bereit für die nächste Runde

Welches Wasserkefir-Rezept eignet sich für den Anfang?

Ein einfaches Wasserkefir-Rezept besteht aus Wasser, Zucker, aktiven Kristallen, ungeschwefelten Datteln, optional Zitrone oder Ingwer und einer kleinen Prise Meersalz. Entscheidend sind saubere Gefäße, milde Temperatur und ein regelmäßiger Ansatzrhythmus.

Für die ersten Ansätze ist es sinnvoll, nicht sofort stark zu experimentieren. Verwenden Sie eine stabile Grundmischung, beobachten Sie Geschmack und Aktivität und verändern Sie später nur eine Variable auf einmal. So erkennen Sie besser, ob ein Ergebnis an der Temperatur, der Standzeit, den Trockenfrüchten oder dem Verhältnis von Kultur zu Flüssigkeit liegt.

Ein gutes Anfangsergebnis schmeckt nicht faulig, nicht chemisch und nicht unangenehm stechend. Es ist weniger süß als der Startansatz, leicht säuerlich und je nach Kultur und Temperatur mehr oder weniger spritzig. Sichtbare Blasen sind erfreulich, aber nicht das einzige Zeichen für Aktivität.

Welches Glas und welche Utensilien brauchen Sie für Wasserkefir?

Sie brauchen ein ausreichend großes Glas, Wasser, Zucker, Wasserkefir-Kristalle, ungeschwefelte Trockenfrüchte, optional Zitrone oder Ingwer, etwas Meersalz und ein feines Sieb. Das Gärglas wird sauber gehalten und nicht luftdicht verschlossen.

  • Ein Wasserkefir-Glas mit weiter Öffnung ist praktisch, weil Sie Früchte leicht entfernen und die Kultur schonend abseihen können.
  • Glas ist als Material ideal.
  • Reaktive Metalle, besonders Aluminium, sollten nicht mit der Kultur in Kontakt kommen.
  • Ein feines Kunststoffsieb oder ein anderes nichtmetallisches Sieb ist für den Alltag unkompliziert.

Wenn keine sichtbaren Blasen entstehen, ist das allein noch kein Fehler. Entscheidend ist, ob der Geschmack nach der Fermentation weniger süß und frischer wird.

Wie läuft die erste Fermentation ab?

Die erste Fermentation ist der eigentliche Ansatz mit Wasserkefir-Kristallen. Das Glas wird abgedeckt, aber nicht luftdicht verschlossen, damit Kohlensäure entweichen kann und Staub oder Insekten fernbleiben.

Der Ansatz steht bei Raumtemperatur und ohne direkte Sonne. Bei etwa 20–25 °C sind 1–2 Tage ein guter Orientierungsrahmen; in kühlen Räumen dauert es länger, bei Wärme geht es schneller. Je länger der Wasserkefir steht, desto säuerlicher wird er und desto weniger süß schmeckt er.

Zu lange Fermentation kann die Kristalle belasten, vor allem wenn viel Kultur in wenig Flüssigkeit steht. Nach der ersten Fermentation entfernen Sie Trockenfrüchte und Zitronenscheiben und gießen die Flüssigkeit durch ein feines Sieb. Die Kristalle werden direkt wieder in frisches Zuckerwasser gegeben.

Regelmäßigkeit ist ein wichtiger Teil der Pflege. Eine lebendige Kultur arbeitet am stabilsten, wenn sie in einem wiederkehrenden Rhythmus gefüttert wird.

Wie funktioniert die zweite Fermentation?

Eine Hand verschließt eine Flasche mit fertigem Wasserkefir, in der saisonale Früchte zu sehen sind.

Die zweite Fermentation findet ohne Wasserkefir-Kristalle statt. Sie dient vor allem dazu, mehr Kohlensäure, Aroma und eine rundere Säure zu entwickeln.

Dafür füllen Sie den abgeseihten Wasserkefir in eine saubere, druckgeeignete Flasche. Für mehr Sprudel kann eine kleine Menge Zucker zugegeben werden. Für Fruchtaroma eignet sich auch eine Mischung aus etwa 80 % fertigem Wasserkefir und 20 % Saft.

Die Kultur selbst gehört nicht in diese Aromaphase. So belasten Früchte, Säfte oder Gewürze den Mutteransatz nicht.

Welche Bedingungen bestimmen Geschmack, Sprudel und Säure?

Geschmack, Sprudel und Säure hängen vor allem von Verhältnis, Temperatur, Zeit und Zutaten ab. Schon kleine Änderungen machen Wasserkefir milder, trockener, fruchtiger oder deutlich säuerlicher.

VariableWenn sie steigtTypische Anpassung
Temperatur Fermentation wird schneller, Säure nimmt rascher zu im Sommer kürzer fermentieren oder kühler stellen
Fermentationsdauer weniger Süße, mehr Säure, mehr Reife täglich probieren und früher abseihen
Kulturmenge im Verhältnis zur Flüssigkeit Ansatz kann schnell überfermentieren überschüssige Kristalle abnehmen oder mehr Flüssigkeit ansetzen
Mineralien und Trockenfrüchte Kultur arbeitet stabiler Datteln und eine kleine Prise Meersalz verwenden
Zweitfermentation mehr Kohlensäure und Aroma druckgeeignete Flasche nutzen und vorsichtig öffnen

Wenn Wasserkefir zu sauer wird, war die Fermentation meist zu lang, zu warm oder zu konzentriert. Wenn die Kristalle kleiner werden oder kaum noch wachsen, kann Überfermentation eine Ursache sein. Nach einer Korrektur brauchen Wasserkefir-Kristalle oft mehrere Ansätze, bis sie wieder stabiler arbeiten.

Welche Wirkung hat Wasserkefir und wie gesund ist er wirklich?

Wasserkefir kann ein interessantes fermentiertes Lebensmittel sein, sollte aber nicht als Heilmittel verstanden werden. Die wissenschaftliche Datenlage zu Kefir insgesamt ist breiter als die spezifische Humanforschung zu Wasserkefir.

Reviews beschreiben Kefirgetränke als fermentierte Lebensmittel mit Mikroorganismen, organischen Säuren und bioaktiven Stoffwechselprodukten; die konkreten Effekte hängen jedoch stark von Kultur, Rohstoff, Fermentationsbedingungen und Studiendesign ab.

Für Wasserkefir zeigen aktuelle Arbeiten vor allem, wie komplex sein mikrobielles Ökosystem und sein metabolisches Potenzial sind. Daraus folgt nicht automatisch ein individuelles Gesundheitsversprechen für jeden Menschen.

Kann Wasserkefir schädlich sein?

Wasserkefir ist für viele Menschen ein normales fermentiertes Lebensmittel, kann aber bei falscher Herstellung, empfindlicher Verdauung oder besonderen Lebenssituationen problematisch sein. Risiken entstehen vor allem durch Hygiene, Druck, Restzucker, Alkohol und individuelle Verträglichkeit.

Saubere Gefäße, ungeschwefelte Trockenfrüchte und ein frischer Geruch sind Pflicht. Wenn ein Ansatz unangenehm, faulig, schimmelig oder chemisch riecht, sollte er nicht getrunken werden. Auch übermäßiger Druck in Flaschen ist ein praktisches Risiko: Zweitfermentation braucht geeignete Gefäße und vorsichtiges Öffnen.

Wie viel Alkohol enthält Wasserkefir?

Wasserkefir kann geringe Mengen Alkohol enthalten, weil Hefen während der Fermentation Zucker umsetzen. Ein mittel fermentierter Ansatz kann etwa 0,5–1 % vol. erreichen; längere Fermentation, mehr Zucker, Wärme und dichte Zweitfermentation können den Wert erhöhen.

Wer den Alkoholgehalt niedrig halten möchte, sollte die Fermentation nicht unnötig verlängern, keine überzuckerten Zweitfermentationen durchführen und den fertigen Wasserkefir kühl lagern. Ganz ausschließen lässt sich Alkohol bei einer lebendigen Gärung jedoch nicht.

Wie konservieren Sie Wasserkefir-Kristalle?

Für kurze Pausen werden Wasserkefir-Kristalle am besten im Kühlschrank in frischem Zuckerwasser mit den üblichen Begleitzutaten aufbewahrt. Kälte verlangsamt die Fermentation, stoppt sie aber nicht vollständig.

Für eine Pause von etwa zwei bis drei Wochen ist die Kühlschranklagerung in einem normalen Ansatz eine praktische Lösung. Danach sollte die Flüssigkeit erneuert und die Kultur wieder bei Raumtemperatur angefüttert werden. Nach einer Pause kann es mehrere Ansätze dauern, bis Geschmack, Sprudel und Aktivität wieder so stabil sind wie vorher.

Für längere Unterbrechungen ist Dehydrieren geeigneter als Einfrieren. Beim Einfrieren erholen sich Wasserkefir-Kristalle oft schlechter. Beim Dehydrieren werden die gereinigten Kristalle mehrere Tage schonend auf Küchenpapier getrocknet, anschließend luftdicht und kühl gelagert und später mit mehreren frischen Ansätzen reaktiviert.

Nicht alle Mikroorganismen überstehen solche Verfahren gleich gut. Regelmäßige Pflege bleibt deshalb die beste Lösung.

Welche anderen Verwendungsmöglichkeiten gibt es für Wasserkefir?

Wasserkefir wird meistens getrunken, lässt sich aber auch als säuerlich-prickelnde Basis für andere Zubereitungen nutzen. Am sichersten experimentieren Sie mit dem fertigen Getränk, nicht mit der Mutterkultur.

  • Sie können abgeseihten Wasserkefir mit Fruchtsaft, Beeren, Kräutern, Ingwer oder Zitruszesten in der zweiten Fermentation aromatisieren.
  • In der Küche passt er in Smoothies, Dressings oder Teige, wenn eine milde Säure und etwas Fermentationsaroma gewünscht sind.
  • Manche nutzen fertigen Wasserkefir auch für Brotteige.
  • Überschüssige Wasserkefir-Kristalle lassen sich bei guter Aktivität weitergeben.

Wenn Sie neue Zutaten testen möchten, nehmen Sie nur einen Teil der Kultur. So bleibt ein stabiler Hauptansatz erhalten, falls ein Experiment zu sauer wird oder die Kristalle sichtbar schwächt.

Wo können Sie Wasserkefir kaufen?

Wasserkefir kaufen kann bedeuten: ein fertiges Getränk kaufen, ein kurzlebiges Fermentpulver verwenden oder echte aktive Wasserkefir-Kristalle für die kontinuierliche Herstellung zu Hause auswählen. Für den dauerhaften Ansatz brauchen Sie eine lebendige, wiederverwendbare Kultur.

In Drogerien, Reformhäusern und Online-Shops findet man unterschiedliche Produkte. Manche sind trinkfertig, manche pulverförmig, manche bestehen aus frischen Wasser-Kefir-Kristallen. Achten Sie darauf, ob die Kultur sofort einsatzbereit ist, ob sie weitergeführt werden kann und ob eine klare Anleitung beiliegt.

Auch bekannte Handelsumfelder wie dm oder Amazon werden häufig mit Wasserkefir in Verbindung gebracht. Dort sollte man besonders genau unterscheiden, ob es um ein fertiges Getränk, ein Pulverprodukt oder echte Wasserkefir-Kristalle geht. Bei trinkfertigen Marken wie Voelkel steht meist das fertige Getränk im Vordergrund, nicht die wiederverwendbare Kultur.

Ein Wasserkefir-Kristall im eigentlichen Sinn ist eine lebendige Kultur, keine einmalige Aromazutat. Wer regelmäßig selbst fermentieren möchte, sollte deshalb frische, aktive Kristalle einer kurzlebigen Alternative vorziehen.

Warum passt Kefiralia gut, wenn Sie Wasserkefir selbst machen möchten?

Kefiralia arbeitet mit traditionellen lebendigen Kulturen statt mit kurzlebigen Laborpulvern. Für Sie bedeutet das: Sie setzen Wasserkefir nicht nur einmal an, sondern können die Kultur bei richtiger Pflege immer wieder verwenden.

Die Wasserkefir-Kristalle werden als lebendige Kultur verstanden, nicht als starre Liste einzelner Stämme. Das ist bei traditionellen Fermenten wichtig: Ihre Stärke liegt in der gewachsenen Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen, die zusammen fermentieren. Kefiralia liefert dazu eine Anleitung, die Temperatur, Fermentationszeit, Zutaten, Pausen und typische Probleme abdeckt.

Wenn Sie eine Kultur möchten, die nicht nach wenigen Ansätzen verbraucht ist, ist ein lebendiger Wasserkefir-Ansatz der sinnvollere Weg. Sie erhalten damit ein Ferment, das Sie an Ihren Geschmack anpassen, regelmäßig neu ansetzen und bei guter Pflege weitergeben können.

Welche wissenschaftlichen Einzelnachweise sind für Wasserkefir wichtig?

Für Wasserkefir sind vor allem drei Arten von Quellen relevant: Studien zur Mikrobiota der Kristalle, Reviews zu Kefirgetränken und Arbeiten zu fermentierten Lebensmitteln allgemein. Diese Quellen helfen, traditionelle Erfahrung von belastbaren Aussagen zu trennen.

Metagenomische Studien zeigen, dass Wasserkefir ein komplexes mikrobielles Ökosystem ist. Breitere Übersichtsarbeiten ordnen Kefir als fermentiertes Getränk mit möglichen ernährungsphysiologischen Eigenschaften ein, betonen aber auch Unterschiede zwischen Kulturen, Rohstoffen und Studiendesigns.

Humanstudien zu Kefir werden zunehmend ausgewertet, doch starke Gesundheitsversprechen für Wasserkefir sind daraus nicht automatisch ableitbar. Für den Alltag bleibt daher die praktische Perspektive entscheidend: sichere Herstellung, gute Pflege der Kultur, verträgliche Mengen und ein realistischer Blick auf Fermentation.

Häufige Fragen

Wie gesund ist Wasserkefir wirklich?

Wasserkefir kann ein interessantes fermentiertes Getränk mit lebenden Mikroorganismen und Fermentationsprodukten sein. Wissenschaftlich sollte man aber nicht übertreiben: Reviews zu Kefir zeigen mögliche ernährungsphysiologische Ansätze, doch die Daten hängen stark von Produkt, Kultur und Studie ab. Wasserkefir ist deshalb eher ein Lebensmittel als ein Gesundheitsversprechen.

Wie viel Wasserkefir darf man täglich trinken?

Es gibt keine allgemein gültige Pflichtmenge und keine pauschale Tagesdosis. Viele Menschen beginnen mit kleinen Portionen und achten darauf, wie sie Säure, Kohlensäure, Restzucker und Fermentationsaromen vertragen. Bei Erkrankungen, spezieller Diät, Schwangerschaft oder Stillzeit sollte regelmäßiger Konsum vorher medizinisch abgeklärt werden.

Wie mache ich Wasserkefir selber?

Sie lösen Zucker in Wasser, geben Wasserkefir-Kristalle, ungeschwefelte Datteln, optional Zitrone oder Ingwer und eine kleine Prise Meersalz dazu. Das Glas wird mit Tuch oder Küchenpapier abgedeckt und steht 1–2 Tage bei Raumtemperatur ohne direkte Sonne. Danach seihen Sie das Getränk ab und setzen die Kristalle direkt wieder mit frischem Zuckerwasser an.

Wie viel Alkohol ist in Wasserkefir?

Wasserkefir kann geringe Mengen Alkohol enthalten, weil Hefen während der Fermentation Zucker umsetzen. Ein mittel fermentierter Ansatz kann etwa 0,5–1 % vol. erreichen; längere Fermentation, mehr Zucker, Wärme und dichte Zweitfermentation können den Wert erhöhen. Wer Alkohol strikt meiden muss, sollte Wasserkefir deshalb nicht wie ein alkoholfreies Getränk behandeln.

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