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Kefir: Eiweiß pro 100 g, Proteingehalt und Nährwerte

Milchkefir-Knollen in einer grünen Schale auf schwarzem Marmor mit Milchtropfen und hellem Holz.

Milchkefir enthält meist etwa 3,0 bis 3,5 g Eiweiß pro 100 g. Damit liegt er ungefähr auf dem Niveau von Milch, Naturjoghurt und Buttermilch, aber deutlich unter konzentrierten Eiweißprodukten wie Skyr, Magerquark oder abgetropftem griechischem Joghurt. Entscheidend ist: Der Kefir-Proteingehalt hängt vor allem von der verwendeten Milch ab, nicht vom Namen Kefir allein.

Was ist Kefir und welcher Kefir enthält Eiweiß?

Kefir ist ein fermentiertes Lebensmittel. Eiweiß spielt vor allem bei Milchkefir eine Rolle, weil seine Grundlage Milch ist. Wasserkefir enthält dagegen praktisch kein Milcheiweiß.

Bei Milchkefir werden Kefirknollen in Kuh-, Ziegen-, Schafs- oder eine andere tierische Milch gegeben. Während der Fermentation wird ein Teil der Laktose zu Milchsäure umgewandelt, die Milch wird säuerlicher und bekommt eine leicht cremige, trinkbare Konsistenz. Das Milcheiweiß bleibt im Grundsatz erhalten; stärker verändert werden Geschmack, Säure, Textur und verschiedene fermentative Stoffwechselprodukte (Prado et al., 2015).

Wasserkefir ist anders: Er wird mit Wasser, Zucker und weiteren Zutaten fermentiert. Er ist ein lebendiges fermentiertes Getränk, aber kein sinnvoller Eiweißlieferant. Pflanzliche Kefir-Varianten können je nach Ausgangsgetränk sehr unterschiedlich ausfallen. Sojadrinks liefern meist mehr Protein als Mandel-, Reis- oder Kokosdrinks, sind aber nicht dasselbe wie traditioneller Milchkefir.

Wie viel Eiweiß hat Kefir pro 100 g?

Naturbelassener Milchkefir liefert typischerweise rund 3,0 bis 3,5 g Eiweiß pro 100 g. Der genaue Wert hängt von der Milch und vom fertigen Produkt ab.

Für den Alltag kann man Kefir fast wie Milch rechnen: 100 ml entsprechen ungefähr 100 g. Kleine Abweichungen durch Dichte und Fermentation sind für eine Küchenrechnung meist nicht entscheidend. Wenn ein Kefir etwa 3,2 g Eiweiß pro 100 g enthält, liefert ein Glas mit 250 ml ungefähr 8 g Protein. Bei 500 ml Kefir sind es entsprechend etwa 16 g Protein.

Menge KefirEiweiß bei 3,0 g/100 gEiweiß bei 3,2 g/100 gEiweiß bei 3,5 g/100 g
100 g3,0 g3,2 g3,5 g
250 mlca. 7,5 gca. 8,0 gca. 8,8 g
500 mlca. 15,0 gca. 16,0 gca. 17,5 g

Diese Werte gelten für Milchkefir ohne zusätzliche Zutaten. Fruchtkefir, gesüßte Kefirgetränke oder Mischungen mit Haferflocken, Proteinpulver, Quark oder Skyr verändern die Nährwerte deutlich.

Wie rechnet man 250 ml Kefir oder 500 ml Kefir in Protein um?

Die einfache Formel lautet: Menge in Gramm × Eiweißwert pro 100 g ÷ 100. Für 250 ml Kefir kann man näherungsweise mit 250 g rechnen.

Ein Beispiel: Hat Ihr Kefir 3,4 g Eiweiß pro 100 g, dann liefern 250 ml ungefähr 8,5 g Eiweiß. Bei 500 ml wären es etwa 17 g. Diese Rechnung ist praktisch, wenn Sie nicht nur die Angabe pro 100 g sehen möchten, sondern wissen wollen, was eine übliche Portion tatsächlich beiträgt.

RechenschrittBeispiel mit 3,4 g Eiweiß pro 100 g
100 g Kefir3,4 g Eiweiß
250 ml Kefir250 × 3,4 ÷ 100 = 8,5 g Eiweiß
500 ml Kefir500 × 3,4 ÷ 100 = 17,0 g Eiweiß

Wichtig ist die Portionsgröße: 100 g wirken auf dem Papier moderat, ein großes Glas oder ein halber Liter liefern aber eine relevante Eiweißmenge innerhalb einer normalen Mahlzeit.

Warum schwankt der Kefir-Proteingehalt je nach Sorte?

Der Eiweißgehalt schwankt, weil Kefir aus unterschiedlichen Ausgangsprodukten hergestellt werden kann. Entscheidend ist die Milch, nicht die Kefirknolle allein.

Kuhmilch liegt meist im Bereich von gut 3 g Eiweiß pro 100 g. Ziegenmilch ist ähnlich, Schafmilch kann deutlich eiweißreicher sein. Der Fettgehalt verändert vor allem Kalorien und Mundgefühl; er macht einen Kefir nicht automatisch proteinreicher. Wird Kefir abgetropft oder zu einer dickeren Creme verarbeitet, steigt das Eiweiß pro 100 g, weil Wasser und Molke reduziert werden. Das Prinzip ist ähnlich wie bei griechischem Joghurt.

Kefir-GrundlageTypische Eiweiß-TendenzWas Sie erwarten können
Kuhmilch-Kefirca. 3,0–3,5 g/100 gklassischer, milder Milchkefir
Ziegenmilch-Kefirähnlich wie Kuhmilchoft etwas intensiver im Geschmack
Schafmilch-Kefirhöhercremiger, dichter, kräftiger
Kefir aus Sojadrinkje nach Marke mittel bis hochnur mit besonderer Kulturführung sinnvoll
Kefir aus Mandel-, Reis- oder Kokosdrinkmeist niedrigstark abhängig von Rezeptur und Zucker
Wasserkefirnahezu 0 gkein Eiweißlieferant

Ist Kefir eine gute Eiweißquelle?

Kefir ist eine moderate Eiweißquelle, aber kein klassisches High-Protein-Produkt. Er eignet sich gut als eiweißhaltiges fermentiertes Milchprodukt, ersetzt aber keine stark konzentrierten Proteinquellen.

Der Vorteil von Milchkefir liegt nicht nur im Eiweiß. Er kombiniert Milcheiweiß, Mineralstoffe, Säurebildung, lebende Kulturen und fermentative Stoffwechselprodukte. Übersichtsarbeiten beschreiben Kefir deshalb nicht nur als Milchprodukt, sondern als komplexes fermentiertes Lebensmittel mit Bakterien, Hefen und verschiedenen bioaktiven Verbindungen (Bourrie et al., 2016; Vieira et al., 2021).

Trotzdem sollte man nüchtern bleiben: Wenn Ihr Hauptziel möglichst viel Eiweiß pro 100 g ist, schneiden Skyr, Magerquark oder abgetropfter griechischer Joghurt meist besser ab. Wenn Sie ein trinkbares, leicht säuerliches, fermentiertes Lebensmittel suchen, ist Milchkefir eine interessante Option. Die Stärke liegt also nicht in einem extrem hohen Proteinwert, sondern in der Kombination aus Nährwerten und Fermentation.

Was hat mehr Eiweiß: Kefir oder Joghurt?

Klassischer Naturjoghurt und Milchkefir liegen beim Eiweiß meist sehr nah beieinander. Griechischer Joghurt, Skyr und Magerquark enthalten dagegen deutlich mehr Eiweiß pro 100 g.

Der Unterschied zwischen Kefir und Joghurt liegt weniger im Protein, sondern eher in der Fermentation. Joghurt wird klassisch mit ausgewählten Bakterienkulturen hergestellt. Kefir entsteht traditionell durch eine komplexere Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen, die Säure, leichte Kohlensäure und ein typisches Aroma erzeugt (Prado et al., 2015).

ProduktEiweiß pro 100 g, grob eingeordnetHauptunterschied zu Kefir
Milchkefir naturca. 3,0–3,5 gtrinkbar, säuerlich, Bakterien und Hefen
Naturjoghurtca. 3,5–4,0 gmeist fester, klassische Joghurtkulturen
Griechischer Joghurtca. 6–10 gdurch Abtropfen konzentrierter
Skyrca. 10–12 gsehr proteinreich, frischkäseähnlich
Buttermilchca. 3,0–3,5 gdünnflüssig, meist milder und fettärmer
Milchca. 3,2–3,5 gnicht fermentiert

Wer Kefir wegen Eiweiß auswählt, sollte ihn realistisch einordnen: solide, aber nicht maximal. Wer Kefir wegen Fermentation, Geschmack und lebender Kultur wählt, bewertet ein anderes Qualitätsmerkmal.

Was ist gesünder: Buttermilch oder Kefir?

Pauschal ist weder Buttermilch noch Kefir immer gesünder. Buttermilch ist oft kalorienarm und eiweißähnlich, Kefir punktet durch seine besondere Fermentation und mikrobielle Vielfalt.

Buttermilch kann sehr gut in eine leichte Ernährung passen, vor allem wenn sie naturbelassen ist und keinen zugesetzten Zucker enthält. Kefir ist meist aromatischer, säuerlicher und durch die traditionelle Kefirfermentation komplexer. In der Literatur wird Kefir als fermentiertes Getränk mit einer vielfältigen Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen beschrieben; gesundheitliche Wirkungen werden untersucht, sollten aber nicht als Heilsversprechen verstanden werden (Fijan et al., 2026).

VergleichspunktButtermilchMilchkefir
Eiweißähnlich wie Kefirähnlich wie Buttermilch
Kalorienoft niedrigerabhängig von der Milch
Geschmackmild-säuerlichsäuerlich, leicht hefig, teils prickelnd
Fermentationweniger komplexBakterien und Hefen
Alltaggut zum Trinken, Backen, Mixengut pur, im Müsli, Smoothie oder Dressing

Die bessere Wahl hängt vom Ziel ab: Für weniger Kalorien kann Buttermilch sinnvoll sein; für traditionelle Fermentation ist Kefir spannender.

Welche Nährwerte hat Milchkefir außer Eiweiß?

Eine Hand nimmt das Tuch von einem Glas mit Milchkefir ab, daneben liegen Schnur und Morgenlicht.

Milchkefir liefert neben Eiweiß vor allem Restlaktose, Fett je nach Milch, Mineralstoffe wie Calcium und praktisch keine Ballaststoffe. Die genauen Werte hängen von Milch und Fermentationsdauer ab.

Ein natürlicher Milchkefir aus Vollmilch ist energiereicher als eine fettarme Variante. Wird länger fermentiert, sinkt der Anteil an Milchzucker tendenziell, während Säure und kräftiger Geschmack zunehmen. Das macht Kefir aber nicht automatisch laktosefrei. Bei Laktoseintoleranz, Milcheiweißallergie oder medizinischen Ernährungsfragen zählt die individuelle Verträglichkeit.

NährwertTypische Orientierung pro 100 g MilchkefirHinweis
Eiweißca. 3,0–3,5 gfolgt vor allem der Milch
Kohlenhydrateca. 3–5 güberwiegend Restlaktose
Fettca. 0,1–3,8 gabhängig von Magermilch, fettarmer Milch oder Vollmilch
Ballaststoffeca. 0 greiner Milchkefir ist keine Ballaststoffquelle
Calciumetwa im Bereich von Milchproduktenabhängig von Milch und Rezeptur
B-Vitamineje nach Milch und Fermentation unterschiedlichkeine feste Pauschalangabe ohne Analyse
Energieca. 40–70 kcalstark vom Fettgehalt abhängig

Die Frage nach Kefir-Ballaststoffen pro 100 g hat daher eine klare Antwort: Natur-Milchkefir enthält praktisch keine Ballaststoffe. Ballaststoffe kommen erst durch Zutaten wie Haferflocken, Beeren, Leinsamen oder Nüsse dazu.

Wie verändert die Fermentation Eiweiß, Laktose und Konsistenz?

Die Fermentation verändert vor allem Laktose, Säure, Aroma und Textur. Die Gesamtmenge an Eiweiß bleibt im Vergleich zur Milch relativ ähnlich.

Bei der Milchkefir-Fermentation nutzen Mikroorganismen den Milchzucker als Nährstoff. Dadurch entsteht Milchsäure, die Milch gerinnt teilweise und wird dicklicher. Hefen können außerdem etwas Kohlendioxid und geringe Mengen Alkohol bilden. Das erklärt, warum echter Kefir leicht prickeln und ein hefiges Aroma haben kann.

Bei Kefiralia wird Milchkefir bei Raumtemperatur fermentiert, typischerweise im Bereich von 18 bis 30 °C. Je wärmer es ist, desto schneller schreitet die Fermentation voran. Meist liegt der sinnvolle Zeitraum bei etwa 24 bis 48 Stunden. Der optimale Punkt ist erreicht, wenn der Kefir sichtbar angedickt ist und frisch-säuerlich riecht.

VariableWirkung auf den Kefir
Fermentationszeitlänger bedeutet meist saurer und kräftiger
Temperaturwärmer beschleunigt, kühler verlangsamt
Milchsortebeeinflusst Eiweiß, Fett, Süße und Konsistenz
Kulturmengemehr Kultur beschleunigt die Säuerung
Kühlung nach dem Abseihenverlangsamt die weitere Fermentation

Für die Proteinrechnung ist wichtig: Längere Fermentation macht Kefir nicht automatisch zu einem High-Protein-Lebensmittel. Der Eiweißwert folgt weiterhin vor allem der verwendeten Milch.

Welche Mikroorganismen werden in Kefir wissenschaftlich beschrieben?

Kefir ist nicht nur fermentierte Milch mit Eiweiß, sondern ein lebendes Fermentationssystem. Diese mikrobielle Vielfalt unterscheidet traditionellen Kefir von vielen standardisierten Milchprodukten.

Die Zusammensetzung variiert je nach Herkunft der Kultur, Milch, Temperatur, Pflege und Untersuchungsmethode. Deshalb sollte man wissenschaftliche Listen nie als Produktdeklaration eines einzelnen Herstellers lesen. Für Kefiralia wird bewusst qualitativ formuliert: eine lebende Gemeinschaft aus Bakterien und Hefen, keine isolierte Liste einzelner deklarierter Stämme.

Eine Übersicht in Frontiers in Microbiology beschreibt in Milchkefir-Knollen wiederkehrende Vertreter aus Bakterien und Hefen; das ist ein Befund der Literatur über Kefir im Allgemeinen, nicht die Zusammensetzung eines einzelnen Produkts (Bourrie et al., 2016):

  • Lactobacillus kefiranofaciens
  • Lactobacillus kefiri
  • Lactococcus lactis
  • Leuconostoc mesenteroides
  • Saccharomyces cerevisiae
  • Kluyveromyces marxianus

Diese Vielfalt ist auch der Grund, warum Proteinwerte allein Kefir nicht ausreichend beschreiben. Zwei Produkte können ähnliche 3,4 g Eiweiß pro 100 g haben, aber mikrobiologisch sehr unterschiedlich sein.

Unterscheidet sich selbst gemachter Kefir beim Eiweiß vom gekauften?

Beim Eiweiß sind selbst gemachter Kefir und Naturkefir aus dem Handel oft ähnlich, wenn sie aus vergleichbarer Milch hergestellt wurden. Der größere Unterschied liegt meist in Kulturführung, Frische, Zutaten und Fermentationsgrad.

Industrieller Kefir muss gleichmäßig schmecken, transportfähig sein und eine stabile Haltbarkeit bieten. Dafür werden häufig ausgewählte Starterkulturen verwendet. Traditionelle Kefirknollen sind dynamischer: Sie bestehen aus einer lebenden Gemeinschaft, die immer wieder neue Milch fermentiert. Übersichtsarbeiten zu natürlichen Milchkefir-Startern beschreiben diese Systeme als komplexe kleine Ökosysteme (Nejati et al., 2020).

MerkmalGekaufter NaturkefirSelbst gemachter Kefir mit lebender Kultur
Eiweiß pro 100 gabhängig von der Milchabhängig von der gewählten Milch
ZutatenkontrolleEtikett prüfenMilch selbst auswählen
Süßung und Zusätzeje nach Produkt möglichnicht nötig
Fermentationsgradvorgegebennach Geschmack steuerbar
Mikrobielle Dynamikstärker standardisiertlebende Kultur, wiederholte Fermentation
Verpackungwiederkehrende Becher oder Flascheneigene Gefäße möglich

Wenn es nur um Protein geht, entscheidet die Milch. Wenn es um Fermentationserlebnis, Frische und Kontrolle geht, hat die Herstellung zu Hause klare praktische Vorteile.

Woran erkennt man guten Kefir?

Guter Kefir riecht frisch-säuerlich, schmeckt sauber fermentiert und enthält bei Naturprodukten möglichst keine unnötigen Zusätze. Bei selbst gemachtem Kefir zählt außerdem ein aktiver, zuverlässig fermentierender Kulturansatz.

Bei gekauftem Kefir lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Naturkefir braucht im Kern Milch und Kulturen. Zucker, Aromen, Verdickungsmittel oder stark süße Fruchtzubereitungen verändern das Produkt ernährungsphysiologisch deutlich. Das kann geschmacklich gewollt sein, ist aber nicht dasselbe wie naturbelassener Milchkefir.

Bei selbst gemachtem Kefir sind Geruch, Textur und Fermentationsverhalten wichtig. Ein guter Ansatz wird innerhalb des üblichen Zeitfensters säuerlich, dickt an und kann etwas Molke absetzen. Starker Fehlgeruch, sichtbarer Schimmel oder eine ungewöhnlich unangenehme Veränderung sind dagegen Warnzeichen. Im Zweifel sollte ein Ansatz nicht konsumiert werden.

Wie lässt sich Kefir eiweißreicher in den Alltag einbauen?

Kefir wird eiweißreicher, wenn Sie ihn mit proteinreichen Lebensmitteln kombinieren oder eine eiweißreichere Milchgrundlage wählen. Ohne solche Maßnahmen bleibt er ein moderates Eiweißlebensmittel.

Eine einfache Möglichkeit ist die Kombination mit Quark, Skyr oder griechischem Joghurt. Dadurch entsteht eine dickere Creme mit Kefirgeschmack und höherem Proteingehalt pro Portion. Auch Schafmilch-Kefir kann von Natur aus eiweißreicher ausfallen als Kuhmilch-Kefir. Wer Ballaststoffe ergänzen möchte, kombiniert Kefir mit Haferflocken, Beeren, Leinsamen oder Nüssen; der reine Kefir selbst liefert keine nennenswerten Ballaststoffe.

ZielPraktische LösungWas sich verändert
Mehr EiweißKefir mit Quark, Skyr oder griechischem Joghurt mischenProtein pro Portion steigt
Mehr CremigkeitVollmilch oder Schafmilch verwendenmehr Körper und Mundgefühl
Mehr BallaststoffeHaferflocken, Beeren oder Samen ergänzenBallaststoffgehalt steigt
Weniger Zuckerzusatznaturbelassen trinken oder selbst fermentierenKontrolle über Süße
Kräftigerer Geschmacketwas länger fermentierenmehr Säure, weniger Milde

Für die Nährwertrechnung gilt: Zutaten immer mitrechnen. Ein Kefir-Müsli ist ernährungsphysiologisch etwas anderes als ein Glas purer Milchkefir.

Welche Quellen stützen die Einordnung?

Die Angaben zu Kefir als fermentiertem Lebensmittel, zu Mikroorganismen und zur vorsichtigen gesundheitlichen Einordnung stützen sich auf Übersichtsarbeiten und Studien aus der Kefir-Literatur. Nährwertwerte bleiben trotzdem produktabhängig.

QuelleWofür sie im Artikel herangezogen wurde
Prado et al., 2015Zusammensetzung von Milchkefir, Fermentation und mikrobielle Kulturen
Bourrie et al., 2016Literaturüberblick zu Kefir-Mikrobiota und beispielhaften Mikroorganismen
Nejati et al., 2020traditionelle Kefirknollen als komplexe natürliche Starterkulturen
Vieira et al., 2021bioaktive Verbindungen und fermentative Stoffwechselprodukte
Fijan et al., 2026Einordnung der Humanstudien zu möglichen gesundheitlichen Effekten ohne Heilsversprechen

Die konkreten Eiweißwerte pro 100 g sind als praktische Orientierung zu verstehen. Für ein gekauftes Produkt ist die Nährwerttabelle maßgeblich; bei selbst gemachtem Kefir liefert die verwendete Milch die beste Grundlage für eine realistische Schätzung.

Was bietet Kefiralia, wenn Sie Kefir selbst herstellen möchten?

Kefiralia bietet eine frische, einsatzbereite Milchkefir-Kultur für die Fermentation zu Hause. Sie wählen die Milch, steuern die Fermentationszeit und können die Kultur bei richtiger Pflege immer wieder verwenden.

Der Ablauf ist einfach: Die lebende Kultur kommt in Milch, fermentiert bei Raumtemperatur und wird anschließend abgesiebt. Der fertige Milchkefir kann pur getrunken, gekühlt, weiterverarbeitet oder mit anderen Zutaten kombiniert werden. Die Kultur kommt danach wieder in frische Milch und startet den nächsten Ansatz.

  1. Die lebende Kultur kommt in Milch und wird bei Raumtemperatur angesetzt.
  2. Nach der Fermentation wird der fertige Milchkefir abgesiebt.
  3. Der Kefir kann pur getrunken, gekühlt oder mit anderen Zutaten kombiniert werden.
  4. Die Kultur kommt wieder in frische Milch und startet den nächsten Ansatz.

Der Unterschied zu einem fertigen Becher aus dem Supermarkt liegt nicht im Versprechen eines höheren Eiweißwertes. Das Eiweiß kommt weiterhin aus der Milch. Der Unterschied liegt in der lebenden traditionellen Kultur, der Kontrolle über Zutaten und Fermentationsgrad sowie darin, dass ein gepflegter Kulturansatz wiederholt verwendet werden kann.

Wer Kefir nicht nur als Proteinquelle, sondern als echtes Fermentationsprojekt versteht, bekommt mit Kefiralia eine praktische Grundlage für frischen Milchkefir zu Hause.

Häufige Fragen

Hat Kefir viel Eiweiß?

Kefir hat eine moderate Menge Eiweiß: meistens etwa 3,0 bis 3,5 g pro 100 g. Das ist ähnlich wie Milch oder Naturjoghurt, aber deutlich weniger als bei Skyr, Magerquark oder stark abgetropftem griechischem Joghurt. Für ein Getränk ist der Wert solide; als High-Protein-Produkt sollte man Kefir jedoch nicht einordnen.

Was hat mehr Eiweiß, Kefir oder Joghurt?

Klassischer Naturjoghurt enthält meist ähnlich viel oder minimal mehr Eiweiß als Milchkefir. Der Unterschied ist im Alltag klein. Deutlich mehr Eiweiß liefern griechischer Joghurt, Skyr und Quark, weil sie konzentrierter sind. Kefir unterscheidet sich dafür durch seine traditionelle Fermentation mit Bakterien und Hefen, nicht durch einen besonders hohen Proteinwert.

Was ist gesünder, Buttermilch oder Kefir?

Das hängt vom Ziel ab. Buttermilch ist oft kalorienärmer und liefert ähnlich viel Eiweiß. Kefir ist durch seine Fermentation mikrobiell komplexer und wird in Studien als interessantes fermentiertes Lebensmittel untersucht, aber nicht als Wundermittel bewertet (Fijan et al., 2026). Am sinnvollsten sind naturbelassene Varianten ohne zugesetzten Zucker; bei Unverträglichkeiten zählt die individuelle Verträglichkeit.

Welcher Kefir in der Schwangerschaft?

In Schwangerschaft und Stillzeit sollte Kefir nicht pauschal empfohlen werden. Wichtig sind pasteurisierte oder UHT-Milch als Grundlage, sehr saubere Zubereitung, korrekte Kühlung und der Verzicht auf auffällig riechende oder fehlerhaft fermentierte Ansätze. Da selbst gemachter Kefir lebende Kulturen und geringe Mengen Alkohol enthalten kann, sollte die persönliche Eignung ärztlich abgeklärt werden.

Wie viel Protein haben 250 ml Kefir?

250 ml Milchkefir liefern bei typischen Naturwerten ungefähr 7,5 bis 8,8 g Eiweiß. Liegt der konkrete Kefir bei 3,4 g Eiweiß pro 100 g, enthält ein 250-ml-Glas etwa 8,5 g Protein. Bei selbst gemachtem Kefir hängt der Wert von der verwendeten Milch ab; bei gekauftem Kefir steht er auf der Nährwerttabelle.

Wie viel Protein haben 500 ml Kefir?

500 ml Milchkefir liefern grob 15 bis 17,5 g Eiweiß, wenn der Kefir zwischen 3,0 und 3,5 g Eiweiß pro 100 g enthält. Ein konkretes Beispiel: Bei 3,2 g Eiweiß pro 100 g ergeben 500 ml ungefähr 16 g Protein. Zusätzliche Zutaten wie Quark, Skyr oder Haferflocken müssen separat mitgerechnet werden.

Hat Kefir Ballaststoffe pro 100 g?

Reiner Milchkefir enthält praktisch keine Ballaststoffe. Wenn in einer Nährwerttabelle 0 g Ballaststoffe pro 100 g steht, ist das für Naturkefir normal. Ballaststoffe kommen erst durch pflanzliche Zutaten dazu, etwa Haferflocken, Beeren, Leinsamen, Nüsse oder Kleie. Ein Kefir-Smoothie kann also ballaststoffreich sein, der Kefir selbst aber nicht.

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